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Unternehmensführung: 26 Prozent der obersten Führungsriege besteht aus Frauen

Frauen sind an der Spitze nach wie vor unterrepräsentiert: 2016 waren laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 26 Prozent der Führungskräfte der obersten Leitungsebene Frauen. Ihr Anteil stieg in den vergangenen zwölf Jahren nur um zwei Prozent.

Auf der zweiten Führungsebene lag der Frauenanteil bei 40 Prozent. Hier war der Anstieg etwas deutlicher, zwölf Jahre brachten ein Plus von sieben Prozentpunkten. Dabei ist in Ostdeutschland der Anteil von Frauen in Führungspositionen etwas höher als in Westdeutschland. Auf der ersten und zweiten Ebene liegt er bei 30 beziehungsweise 47 Prozent, im Westen bei 25 beziehungsweise 39 Prozent.

Frauen führen öfter kleine Unternehmen

Deutliche Unterschiede gibt es im Hinblick auf die Unternehmensgrößen. So sind in Großbetrieben mit mindestens 500 Beschäftigten 13 Prozent der Führungspositionen auf der ersten Ebene mit Frauen besetzt. In Betrieben mit zehn bis 49 Beschäftigten sind es 24 Prozent, in Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten 28 Prozent. Chefinnen sind am häufigsten in Dienstleistungsbereichen wie Gesundheit, Erziehung und Unterricht zu finden.

Personalpolitische Maßnahmen nach wie vor selten

Der Aufstieg in Führungspositionen hängt auch von betrieblichen Rahmenbedingungen ab. „Betriebe engagieren sich zwar zunehmend im Bereich personalpolitischer Maßnahmen zur Gleichstellung von Männern und Frauen. Die gezielte Förderung von Frauen, insbesondere zur Vorbereitung auf Führungsaufgaben, ist aber nach wie vor selten zu finden“, so die IAB-Studie. Fünf Prozent der Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten verfügen beispielsweise über Mentoringprogramme, Frauenförderpläne oder Zielvereinbarungen zur Erhöhung des Frauenanteils.

(IAB / STB Web)

Artikel vom 17.11.2017